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  • AutorenbildLara Stricker

Die Definition der E-Rechnung

Die E-Rechnung, oder elektronische Rechnung, ist ein zentraler Bestandteil des modernen Rechnungswesens. Sie bezeichnet eine Rechnung, die in einem strukturierten elektronischen Format erstellt, übermittelt und empfangen wird, welches ihre automatische und elektronische Verarbeitung ermöglicht.


Was macht eine E-Rechnung aus?


Eine echte E-Rechnung muss bestimmte Kriterien erfüllen:


Strukturiertes Format: Die Daten müssen in einem standardisierten Format vorliegen, das von Maschinen gelesen und verarbeitet werden kann, wie zum Beispiel XML.

Automatisierte Verarbeitung: Die Informationen einer E-Rechnung sollen ohne manuelle Eingriffe direkt in die Buchhaltungssysteme übernommen werden können.

Rechtliche Konformität: E-Rechnungen müssen den gesetzlichen Anforderungen entsprechen, was die Authentizität der Herkunft, die Integrität des Inhalts und die Lesbarkeit der Rechnung einschließt.


Warum sind Papierrechnungen, PDF-Rechnungen und elektronische Briefe keine E-Rechnungen?


Papierrechnungen: Dies ist ein traditionelles Format, das keine automatische und elektronische Verarbeitung ermöglicht. Selbst wenn die Rechnungsinformationen durch Digitalisierung (z.B. Scans oder digitale Fotos) vorliegen, sind sie nicht strukturiert und müssen manuell oder über zusätzliche Systeme importiert werden.

Elektronisch versendete Briefe als PDF per Mail: Ein Brief, der als E-Mail-Anhang versendet wird, mag zwar elektronisch übermittelt werden, erfüllt jedoch nicht die Anforderungen an ein strukturiertes Datenformat und die automatisierte Verarbeitung. Obwohl die PDF-Rechnungen dann in einem elektronischen Format vorliegen, handelt es sich jedoch um ein nicht-strukturiertes und bildhaft repräsentiertes Format. Pdfs können zwar visuelle Informationen darstellen, da der Schwerpunkt ebenfalls auf der papiergleichen visuellen Darstellung der Rechnungsinhalten liegt, aber sie ermöglichen keine automatische oder elektronische Verarbeitung der Rechnungsinhalte.


Gegenüberstellung der Rechnungsarten im Arbeitsprozess


Für die maschinelle Verarbeitung müssen die Daten aus den Pdfs erst extrahiert werden, was oft manuell oder über zusätzliche Systeme wie Texterkennungssysteme (OCR) erfolgt. Dies macht die Pdf-Rechnung zu einem Beispiel für Formate, die sich zwar für eine visuelle Präsentation eignen, aber nicht für eine strukturierte elektronische Weiterverarbeitung. Papierrechnungen hingegen müssen vorab eingescannt und im System eingelesen werden, um sie dann maschinell verarbeiten zu können. Dieser zusätzliche Schritt im Vergleich zur PDF-Rechnung ist notwendig, um die Informationen aus der Papierrechnung in ein elektronisches Format zu überführen und diese dann anschließend, wie eine Pdf-Rechnung weiter zu verarbeiten. Andere Formate wie “.tif”, “.jpeg” oder “.docx” bieten ebenfalls eine rein bildhafte Darstellung und erfordern ähnliche Schritte für die Weiterverarbeitung.



Fazit


Die E-Rechnung ist also weit mehr als nur eine digitalisierte Version einer Papierrechnung. Sie ist ein Schlüssel zur Effizienzsteigerung und Automatisierung im Rechnungswesen und eröffnet Unternehmen die Möglichkeit, Prozesse zu optimieren und Kosten zu senken. Die klare Abgrenzung zu anderen Formen der elektronischen Rechnungsstellung ist wichtig, um die Vorteile der E-Rechnung voll ausschöpfen zu können.


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